IATA: Neue Regelungen für aggressive Passagiere

Foto: Pixabay/StockSnap
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Gemäß dem Airline-Dachverband IATA nimmt die Zahl aggressiver Passagiere an Bord zu. So kam es im Jahr 2017 bei 1.053 Flügen zu einem Zwischenfall, im Jahr davor nur zu einem bei 1.424 Flügen. Pöbelnde Passagiere werden auch „Unruly Passengers“ genannt und können an Bord durchaus gefährlich werden. In den meisten Fällen geht es dabei um Gewalt und Beleidigungen. Lebensgefährliche Situationen sind zwar selten, nehmen aber laut IATA ebenfalls zu. Dazu zählen beispielsweise Verletzungen, das Verwenden von Waffen oder der Versuch, ins Cockpit vorzudringen. Neben der Gefahr für die anderen Fluggäste sowie die Crew kann ein solcher Zwischenfall für die Fluggesellschaft auch teuer werden, denn eine ungeplante Landung verursacht Kosten von bis zu 170.000 Euro. Nun möchte die IATA neue Regelungen einführen, um die Zahl aggressiver Passagiere wieder zu verringern. Dazu zählt beispielsweise die konsequente Bestrafung. So soll in Zukunft das Land, in dem das Flugzeug landet, für die Unruly Passengers zuständig sein, und nicht mehr der Staat, in dem das Flugzeug registriert ist. Bisher wurde das Protokoll 15 Länder unterschrieben, damit die Regelung in Kraft tritt, ist aber die Zustimmung von 22 Mitgliedsstaaten notwendig.