Luftverkehrswirtschaft legt eigenes Klimapaket vor

Foto: Flugzeug (über dts Nachrichtenagentur)

 
 
 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die deutsche Luftfahrt hat in der Klimadebatte ein eigenes Maßnahmenpaket vorgelegt. „Wir wollen erreichen, dass die luftverkehrsbedingten CO2-Emissionen auf null sinken“, heißt es in einer Erklärung des Präsidiums des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), über welche die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitagsausgabe) berichtet. Dafür wollen sich die Unternehmen der Branche in der Förderung von Alternativen zu herkömmlichem Kerosin engagieren.

„Wir sind bereit, uns bei Pilotprojekten zum Aufbau industrieller Anlagen zur Herstellung von Power-to-Liquid-Kraftstoff zu beteiligen“, heißt es in der Erklärung weiter. Dem Gremium gehören die Chefs von Lufthansa Cargo, Eurowings, Condor und mehrerer Flughäfen sowie weitere Vertreter von Lufthansa bis zum Reisekonzern TUI an. Die Manager erklären auch den Kampf gegen die seit 2011 erhobene Luftverkehrssteuer, die dem Fiskus zuletzt 1,2 Milliarden Euro im Jahr eingebracht hat, für beendet.

„Wir schlagen vor, dass die Bundesregierung die Einnahmen aus der Luftverkehrssteuer zugunsten der Markteinführung regenerativer Kraftstoffe verwendet“, schreiben sie. Dabei sei synthetisches Kerosin, das im Power-to-Liquid-Verfahren aus Wasserstoff und CO2 erzeugt werden könne, die „ökologisch beste Lösung“. Um ein ausreichendes Angebot zu wettbewerbsfähigen Preisen zu schaffen, fordern die Manager „gemeinsame Anstrengungen von Politik und Wirtschaft“.

Außerdem wollen die deutschen Fluggesellschaften ihre Kunden bei Buchungen stets Kompensationsmöglichkeiten für Emissionen anbieten. Das Streichen von Inlandsflügen machen sie von staatlichen Investitionen in Alternativen abhängig. „Wo mittels attraktiver Schnellbahnverbindungen die Kunden überwiegend auf eine attraktive Verbindung mit der Bahn umsteigen, stellen wir den Luftverkehr ein“, heißt es in der Erklärung des BDL-Präsidiums, über welche die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Dafür müsse aber unter anderem „so bald wie möglich“ eine Fernbahnanbindung an den Münchner Flughafen entstehen.